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Was ist eigentlich Aiming und
wie kann ich es verbessern?
letzte Aktualisierung: Juni 2006
Mit Aiming ist die Zielgenauigkeit gemeint, wie
genau und wie schnell du zielen kannst.
Gutes Aiming ist nicht nur für 3D-Shooter
(z.B. Counter-Strike Serie, Q***e Serie, UT Serie)
wichtig, auch bei Strategiespielen (z.B. Warcraft
3), Rollenspielen (z.B. WoW) und anderen kann
man es sich nicht leisten daneben zu klicken.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass jeder anders
zielt, dem Einen liegt es mehr, dem Anderen weniger.
Aber wie andere Dinge auch, kann man sein Aiming
verbessern, durch Training und gute Hardware.
Zur Hardware:
Das Spiel sollte flüssig laufen, also
weit mehr als 25 Bilder pro Sekunde (in Spielen
FPS genannt) darstellen. Wenn die Grafik ruckelt
(z.B. bei 10 Bildern pro Sekunde), dann hackt
auch meistens der Mauszeiger, er springt auf dem
Bildschirm und bewegt sich nicht mehr flüssig.
Bei Shootern ist das sowieso der Fall, da das
Fadenkreuz zum aufgebauten Bild dazugehört
- ein genaues Aiming ist nicht mehr möglich,
da die momentane Mauszeigerposition zu langsam
aktualisiert wird. Deshalb sollte man immer auf
ausreichend Frames achten, auch wenn man dafür
eine schlechtere Grafikqualität in Kauf nehmen
muss.
Nun zur Maus. Welche ist die richtige? Diese Frage
lässt sich nicht eindeutig beantworten, da
nicht jeder gleich gut mit einer bestimmten Maus
zurechtkommt. Austesten ist oft das einzige Mittel
die richtige Maus für sich zu finden. Um
euch die Wahl zu erleichtern, hier ein allgemeiner
Überblick:
-> Kugel oder optisch?
Kugel ist nicht mehr aktuell und sollte daher
gemieden werden. Optische Mäuse sind präziser
und pflegeleichter, aber der Mauszeiger kann verspringen,
wenn man die Maus anhebt und wieder absetzt. Dieses
Problem tritt aber bei hochwertigen Modellen nicht
mehr auf.
-> Kabel oder Wireless?
Infrarot ist schon mal gar nicht zu empfehlen,
da hier nur unnötig eine Verzögerung
eingebaut wird, und damit die Reaktionszeit erhöht.
Funktechnologie ist da schon wesentlich besser.
Mittlerweile gibt es auch schon Wireless Mäuse
mit Bluetooth, welche sehr Leistungsfähig
sind.
Grundsätzlich hängt es vom Herteller
ab, wie schnell die kabellose Maus im Endeffekt
ist. Ausserdem sind Akkus oder Batterien nötig,
ärgerlich wenn dann der Akku in kritischen
Situationen leer ist.
Daher sind Kabelmäuse zu empfehlen.
Mit dem USB Port 2.0 sind im High-Speed Modus
3 Abfragen in 125 µs (Micro-Frame) möglich,
also 24000 Abfragen in der Sekunde. Ein theoretischer
Wert wohlgemerkt. In der Praxis werden weniger
als 1000 Abfragen erreicht. Mehr als 500 Abfragen/Sekunde
sind aber auch nicht notwendig, denn dies entspricht
einer Verzögerung von lediglich 2 Millisekunden.
Ein Hersteller sollte dies aber auf jeden Fall
angeben, da schon der alte PS2 Anschluss bis zu
200 Abfragen/Sekunde erreichte und neue USB Mäuse
diesen Wert überschreiten sollten!
Die häufigste Angabe bei Mäusen ist
der dpi Wert, der jedoch, wie bei Digitalkameras
die Megapixel, wenig über die Qualität
der Maus aussagt.
Es handelt sich bei dieser Zahl mehr um Marketingmittel
der Hersteller.
dpi bedeutet Dots per Inch also Punkte pro Zoll,
je höher die Auflösung desto mehr Punkte
(beim Monitor z.B. Pixel) kann die Maus erfassen.
Theoretisch lassen sich dadurch feinere Bewegungen
erfassen. In der Praxis sind aber 500-800 dpi
völlig ausreichend.
Viel wichtiger ist ob die Hardware der Maus die
feinen Bewegungen auch richtig erkennt und verarbeitet.
In diesem Bereich gibt es im moment leider keinen
Standart oder eine standartisiertes Prüfsystem.
Da heutige Mäuse alle hohe dpi Werte haben,
sollte man lieber auf die Abfrage/Sekunde, Beschleunigung
und die maximale Geschwindigkeit achten.
So lässt sich schnell feststellen, dass heutige
Mäuse nur Bewegungen von einigen wenigen
Km/h erfassen können. Bei einer max. Beschleunigung
von 20G ist die Maus bei wenigen cm Beschleunigungsweg
schon an ihr Limit angekommen.
Mäusen von Herstellern die nicht alle nötigen
Angaben machen sollte man mit vorsicht betrachten
und gegebenenfalls nachfragen.
Leider gibt es auch in diesem Bereich meist keine
nützliche Hilfe von den meisten Testsites
und Zeitschriften.
Als Beispiel ein Satz eines bekannten Gamingsenders
über eine Gamingmaus "Die Maus gleitet
sehr gut und sorgt in den wichtigen Momenten für
totale Präzision". Auf was beruht diese
Aussage? es wurde keinerlei wissenschaftlich fundierte
Tests durchgeführt. Reine Gefühlssache.....
sehr unbefriedigend solche Tests.
-> PS/2 oder USB?
PS/2 schafft bis zu 200 Mausaktualisierungen pro
Sekunde auf dem Bildschirm, USB 2.0 theoretisch
bis 24000. In der Praxis sind die neuen USB Mäuse
aber durchweg schneller als Mäuse am PS/2
Port. Daher lautet die Empfehlung ganz klar USB.
Das waren die technischen Unterschiede, jetzt
muss man sich nur noch für eine der unzähligen
Mäuse entscheiden. Man sollte darauf achten,
das einem die Maus gut in der Hand liegt und die
Tasten gut zu bedienen sind. Leute mit kleineren
Händen sollten sich eine kleinere Maus zulegen.
Je mehr Tasten und Rädchen eine Maus hat,
desto besser, solange es nicht als störend
empfunden wird.
Nun kommen wir zur Mausunterlage, oft ist dies
ein Mauspad, kann aber auch der Tisch oder andere
Unterlagen sein.
Das Problem liegt nun darin, dass die Maus zwar
optimale Vorrausetzungen für leichte präzise
Mausbewegungen bietet, aber die Unterlage dies
verhindern kann. Raue Unterlagen lassen die Maus
nur schwer bewegen, die Reaktionszeit wird verlängert
und die Bewegungen sind unpräzise. Vor allem
pixelgenaue Bewegungen werden unmöglich.
Der sogenannte "Stick-Slip" Effekt verdeutlicht
dies: es muss wesentlich mehr Kraft aufgebracht
werden um die Maus aus der Ruhe heraus zu bewegen,
als wenn sie sich schon bewegt, in diesem Moment
fängt die Maus an zu springen.
Hier setzen die GlideTapes an. Sie verbessern
die Gleiteigenschaften auf jeder Unterlage enorm.
Das Nonplusultra ist natürlich eine Kombination
von GlideTapes und GlidePad und bei Bedarf das
GlideSpray.
Zum Training:
Da nun hardwaretechnisch hoffentlich alles
optimal ist, kommt es auf einen selber an, was
man daraus macht. Nun ist es wichtig herauszufinden,
ob man aus dem Handgelenk oder aus dem Arm besser
aimen kann.
-> Aiming aus dem Handgelenk:
Wer aus dem Handgelenk spielt, braucht eine höhere
Sensitivität der Maus. Das bedeutet: durch
kleine Bewegungen der Maus erreicht man grosse
Bewegungen des Mauszeigers auf dem Schirm. Somit
bleibt der Arm bis zum Handballen auf dem Tisch
liegen, und alle Bewegungen erfolgen aus dem Handgelenk.
Wer nur aus dem Handgelenk spielen will, sollte
darauf achten, das die Sensitivität so hoch
eingestellt ist, dass er ohne Mühe in alle
Ecken und alle Richtungen zielen kann. Wer so
spielt kann schneller reagieren, allerdings ist
hier eine hochwertige, präzise Maus erforderlich.
-> Aiming aus dem Arm:
Wer aus dem Arm aimt braucht eine niedere Sensitivität,
denn er muss grössere Bewegungen mit der
Maus ausführen, um den selben Weg mit dem
Mauszeiger zurückzulegen. Der Handballen
bewegt sich mit.
Wer so spielt braucht grössere Flächen
für seine Maus, dafür wurde das GlidePad
Big entwickelt. Wer so spielt hat zwar etwas längere
Reaktionszeiten, kann aber präziser zielen.
Die meisten Leute spielen aus dem Handgelenk und
bewegen den Arm erst für grössere Aktionen,
spielen also beide Arten gemischt. Man sollte
aber trotzdem beide Extreme mal ausprobieren,
um zu sehen was einem besser liegt.
Kommen wir zum Feintuning:
Die Sensitivität der Maus lässt sich
nicht nur im jeweiligen Spielesetup einstellen,
sondern auch beim Maustreiber, dies wirkt sich
ebenfalls direkt im Spiel aus. Hier kann man auch
wählen ob man Mausbeschleunigung haben will
oder nicht.
Es sind 2 Einstellungen entscheidend: die Beschleunigung
(von klein bis hoch) und die Sensitivität.
Mausbeschleunigung bedeutet, dass je schneller
die Maus bewegt wird, desto schneller beschleunigt
der Mauszeiger am Bildschirm.
Beispiel für Mausbeschleunigung: man bewegt
die Maus ganz langsam von einem Ende des Pads
zum anderen, dann legt der Mauszeiger auf dem
Bildschirm nur eine sehr kleine Strecke zurück
(bei niedriger Sensitivität!), bewegt man
die Maus nun sehr schnell von einem Ende des Mauspads
zum anderen, dann legt der Mauszeiger eine grössere
Strecke auf dem Bildschirm zurück, viel grösser
als vorher.
Also ist die Bewegung des Mauszeigers nicht nur
von der bewegten Strecke der Maus abhängig,
sondern auch noch davon, wie schnell man die Maus
bewegt. Vor allem eine hohe Mausbeschleunigung
kann das Aimen unmöglich machen. Die meisten
spielen aber mit etwas Mausbeschleunigung, was
Platz auf dem Mauspad spart. Auch hier sollte
jeder selbst herausfinden was ihm besser liegt.
Grundsätzlich kann man mit den Windows Treibern
spielen, allerdings liefert jeder Maushersteller
auch eigene Software mit, wo viele Einstellungen
möglich sind.
Nun zum wichtigsten - der Reaktionsfähigkeit
und der Feinmotorik. Auch diese lassen sich trainieren,
zwar nicht unendlich, aber doch soweit, dass man
seine Fähigkeiten nahezu 100% ig ausreizen
kann. Je mehr man spielt, desto besser wird man,
aber im Spiel ist es meist zu hektisch und zu
komplex, als das man sich auf die Verbesserung
seines Aimings konzentrieren könnte.
Das selbe Grundprinzip liegt bei vielen Sportarten
zu grunde. Profifussballer trainieren mit speziellen
Übungen und Geräten auf Schnelligkeit,
Kraft, Schussgenauigkeit usw. Nur auf diese Weise
können bestimmte Fähigkeiten ausgebaut
werden.
Es wird also nicht ständig gekickt, sondern
es werden bestimmte Fähigkeiten verbessert
und trainiert um dann beim eigentlichen Spiel
einen Vorteil zu haben.
Für alle Übungswilligen empfehle ich
Kick-ups
oder die ebenfalls spassigen Games auf www.missionred.com:
reflex Games für die Feinmotorik und werm
für die Reaktion. Am besten die Auflösung
runterstellen, damit die Trainingsfläche
grösser und realistischer wird. Es gibt unzählige
weitere gute Games, einfach mal ein bischen danach
im Internet suchen.
Warum aimt man manchmal doch noch so schlecht?
Da gibt es die verschiedensten Möglichkeiten.
Es kann ein schlechter Ping der Grund sein, man
macht zwar alles richtig, doch der Server macht
einen Fehler. Es können Bugs oder auch eine
Eigenart/Feature des Spiels sein, am besten auf
Spielefansites nachlesen was man alles beachten
soll. Ein ungeeigneter Untergrund kann die Maus
hängen lassen. Oder man ist einfach nur schlecht
drauf :).
P.S. Wer GlideTapes benutzt und etwas übt,
ist auf jeden Fall auf dem richtigen Weg zu einem
besseren Aiming.
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